Digitaldienstleistungen: Strukturwandel der Digitalarbeit (II) im WS 2015/16

Seminar Dr. Dieter Klumpp, SoWi Universität Stuttgart, Wintersemester 2015/16

pdf Seminartermine WS 2015/16

pdf Literatur (Stand 01.Oktober)

Boes, Andreas; Kämpf, Tobias; Langes, Barbara; Marrs, Kira (Hrsg.), Dienstleistung in der digitalen Gesellschaft 2, Ergebnisse aus Forschung und Praxis, München 2015

Boes, Andreas (Hrsg.), Die digitale Arbeitswelt von morgen braucht die Menschen. Eine Handlungsbroschüre für die Wissensarbeit der Zukunft, München August 2015

Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Von der Industrie 4.0 zu Arbeiten 4.0. Bestimmt der Mensch die Technik, oder umgekehrt? Berlin, 22. April 2015,

Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Arbeit weiter denken. Grünbuch Arbeiten 4.0, Berlin 2014

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2014 - Innovationstreiber IKT, Berlin Dez. 2014

edge.org/contributors/what-do-you-think-about-machines-that-think. U.a. Clark, Andy, You Are What You Eat: Home-Grown A.I.s and the Big Data Food Chain, in: Edge 11. Mai 2015

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Hrsg.), Digitalisierung und Dienstleistungen. Perspektiven Guter Arbeit – Gewerkschaftliche Positionen, ver.di Perspektiven, Berlin 2014

pdfMaterialanhang zur Hausarbeit Andrea Ulmann, Digitalisierung: Potentiale der Arbeitsplatzschaffung und Tendenzen befristeter Arbeit, Universität Stuttgart, Institut für Sozialwissenschaften, Sommersemester 2015

pdf Digitaldienstleistungen - Präsentation Mario Daum/ Michael Schwemmle 13. NOV 2015

pdf BMWI - Monitoring Report - Digitale Wirtschaft 2014

pdf DGB Gegenblende - Die Janusköpfigkeit der Digitalisierung

pdf BITKOM-Leitfaden - Big Data und Geschäftsmodell-Innovationen in der Praxis

 

pdf Aktuelle Dokumente (verfügbar im instkomm e.V.)

 

----------

Der mit 70 % überwiegende Anteil der Digitalarbeit ist dem Dienstleistungsbereich zuzuordnen und kann unter dem Begriff „Digitaldienstleistung“ vertiefend analysiert werden. Neben den Dienstleistungen, die sich als IT-Dienstleistungen in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben, kommen strukturell neuartige „Digitaldienstleistungen“. Auch in Leitbildern wie "Smart Cities" und "Neue Gründerchancen" werden am Standort und in anderen EU-Ländern Chancen für neue Dienstleistungen skizziert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat im April 2015 den Begriff Industrie 4.0 auf Arbeit 4.0 erweitert: „Arbeiten 4.0 wird vernetzter, digitaler, flexibler sein. Die wachsende Vernetzung und zunehmende Kooperation von Mensch und Maschine ändert nicht nur die Art, wie wir produzieren, sondern schafft auch ganz neue Produkte und Dienstleistungen“. Durch den kulturellen und gesellschaftlichen Wandel entstehen neue Ansprüche an Arbeit, auch die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen verändert sich. Die Entwicklung weist über die Bereiche Arbeit/Technik hinaus in einen raschen Wandel der Leitbilder in Ökonomie, Politik, Gesellschaft, Kultur bis hin zum Individuum. Nunmehr sind Änderungen bei den globalen Wertschöpfungsprozessen erkennbar, nicht nur in Produktion und Logistik, sondern auch bei Dienstleistungen und Kreativleistungen, die bislang unverzichtbar durch und mit Menschen erfolgten. In den USA sind Autonome Fahrzeuge bereits im Testbetrieb, in Japan sind autonome Roboter bereits bei Humandienstleistungen in der Altenpflege eingesetzt.