Langzeitspeicherung

"Wir werden in der Informationsgesellschaft massenhaft Signaturen bis zum Abwinken brauchen, und das auch noch garantiert über Zeiträume hinweg, die sich auch die Spezialisten der Langzeitspeicherung am liebsten nicht vorstellen mögen". Mark Doerbeck, langjähriger Betreiber von Langzeit-Archivierungssystemen, brachte es auf den Punkt: „Die Lebensdauer der Technologie ist absolut zweitrangig, entscheidend ist vielmehr die langlaufende Kontinuität der Betreiber-Institution - eine Laufzeit wie die Katholische Kirche sollte sie wohl schon haben“. Dieser Hinweis auf eine zweitausendjährige Institution wird gerade in der IuK-Gemeinde Verwunderung erregen, weil bekanntlich auch hier die Wirtschaft in Dreimonatsperioden und der Staat in Legislaturperioden getaktet sind.

Zahlreiche Aktivitäten beschäftigen sich mit der Langzeitspeicherung. Das BSI hat bereits mehrere Technische Richtlinien, wie z.B. BSI TR-03125 Beweiswerterhaltung kryptographisch signierter Dokumente, erarbeitet. Die Wissenschaft ist in allen Aspekten der Langzeitspeicherung aktiv. So legte Jens-Martin Loebel von der Humboldt Universität, Institut für Informatik in Bildung und Gesellschaft, die Studie „Digitale Videoformate - Informationsverlust und Probleme bei der Migration verlustbehafteter Kompressionsformate“ vor. 

Status: Erstellung Erfahrungsberichte aus der Praxis, Literaturbericht, Publikationsentwurf für wiss. Zeitschrift

Beteiligte: Mark Doerbeck, Dieter Klumpp