Sicherheitskommunikation

Unter dem Begriff "Sicherheitskommunikation" wird in Dialog-Projekten umfassend das Spannungsfeld von Schutzwürdigkeit und Schutzangemessenheit behandelt. Auch sollen technische Grenzen (z.B. Latenz, Verfügbarkeit, Fehlertoleranz) von Internet-Anwendungen für den interdisziplinären Gestaltungsbereich (Recht, Versicherung, Enkulturation) präzise bestimmt werden.

Im Untersuchungsfeld liegt auch die gesamte elektronische und digitale Notfallkommunikation, sowohl für den einzelnen Bürger/Haushalt mit seinen lokalen Hilfsinstitutionen als auch die lokale und regionale Alarmierung bei absehbaren oder eingetretenen Notfällen. Alle Zweikanal-Kommunikationsnetze (leitungsgebunden und mobil, das Internet ebenso wie das Telefonnetz oder Kabelnetze mit Rückkanal) haben maximale Auslastungsgrenzen und/oder minimalen Strombedarf, weshalb für Notfallkommunikation nach Abwägung der wirtschaftlichen Gegebenheiten auch andere bewährte Systeme und Geräte (vom "Broadcast" bis zur "Taschen-Sirene") in Betracht kommen.

Technische Neuentwicklungen oder Schaffung von Ausnahmen der Netzneutralität sind erforderlich, weil spätestens mit der Umstellung des digitalen Telefonnetzes auf IP die Notfallzentralen bei einem Notruf die exakte Haushaltsadresse nicht mehr rasch ermitteln können.

 

Kooperationspartner:

 

Matthias Kammer, Direktor (DIVSI) Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet, Hamburg

Themenbereich: Internet-Sicherheit

 

Albrecht Broemme, Präsident  Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bonn

Themenbereich: Notfallkommunikation, Kritische Infrastrukturen

 

Franz-Reinhard Habbel, Sprecher (DStGB) Deutscher Städte- und Gemeindebund

Themenbereich:  Bürgernahe Sicherheitskommunikation für Städte und Gemeinden; E- Government